Häuser, die sich mit ihren Bewohnern verändern
In Würselen prägen Ein- und Zweifamilienhäuser und Reihenhäuser aus den Nachkriegsjahrzehnten viele Wohngebiete. Ihre Grundrisse folgen den Vorstellungen ihrer Zeit: eine abgetrennte Küche, ein schmaler Flur, eher kleine Zimmer. Wer ein solches Haus kauft oder übernimmt, wünscht sich oft offenere und hellere Räume. Häufig ist dafür ein Wanddurchbruch der zentrale Schritt – zum Beispiel zwischen Küche und Wohnzimmer.
Ein Wanddurchbruch in Schritten
Zuerst wird geklärt, ob die Wand tragend ist. Ist sie es, ist in der Regel eine statische Berechnung durch einen Tragwerksplaner erforderlich; sie legt fest, wie die Öffnung abgefangen wird. Üblich ist dann: Decke abstützen, Wand öffnen, Träger auf Auflager setzen, Laibungen herstellen – erst danach kommen die Stützen wieder heraus. Leitungen in der Wand – Strom, Wasser, Heizung – müssen vorher berücksichtigt und gegebenenfalls verlegt werden.
Das Bild weiter oben stammt aus unseren Projekten in der Region und zeigt die Abstützung einer Decke an einer geöffneten Wand. Das Titelbild zeigt eine Wandöffnung mit eingebautem Stahlträger.
Umbau im bewohnten Haus
Wird das Haus während des Umbaus weiter bewohnt, sollte vorab feststehen, welche Räume wann betroffen sind. Durch die Nähe zu Aachen ist der Meister schnell vor Ort, wenn eine Entscheidung ansteht. Termine, Bauleitung und Abnahme stimmen Sie mit einem Ansprechpartner ab: Max Dominiak.
Wenn der Grundriss nicht reicht
Reicht der Platz auch mit neuem Grundriss nicht aus, kommen ein Anbau oder eine Aufstockung in Frage. Bei Häusern mit Garten liegt oft ein ebenerdiger Anbau nahe. Ob eine Aufstockung möglich ist, hängt von der Tragfähigkeit der vorhandenen Wände und Decken und vom Bebauungsplan ab – das prüfen in der Regel ein Tragwerksplaner und Ihr Planer gemeinsam mit dem Bauamt.